Snowy … oder wie ein Kater 3x Glück hatte …

Ende Oktober fand ein Bekannter mit seinem Sohn bei Waldarbeiten am Waldrand unter Bäumen einen schneeweißen Kater, der vor sich hin jammerte. Der Kater konnte mit seiner Hinterhand nicht aufstehen. Sie nahmen ihn vorsichtig mit nach Hause und riefen mich an, ob ich helfen könne.Ich fuhr sofort in den Nachbarort, holte den armen Kerl ab und fuhr direkt weiter in unsere Tierklinik. Der Kater war – trotz Schmerzen – nur am schmusen und offensichtlich sehr dankbar über die menschliche Hilfe.

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In der Klinik konnten wir weder eine Tätowierung finden, noch war er gechippt … alles sehr seltsam. Er wurde geröntgt und man konnte sehen, daß beide Knie was abbekommen haben, die Hüfte aber soweit ok und gott sei dank nicht gebrochen war. Da der Kater, dem wir mittlerweile den Namen »Snowy« gegeben hatten, nicht still hielt, auch auf Grund der Schmerzen, beschloß die Tierärztin Snowy am nächsten Tag unter Narkose zu röntgen und dann gleich zu kastrieren, da das auch noch nicht passiert war … Die Ärztin schätzte ihn auf ein knappes Jahr.

Doch wie sollte ich schon wieder eine Tierarztrechnung bezahlen? Eine befreundete Tierschutzkollegin erfuhr davon und nach Absprache mit dem Vorstand bot der  Verein »Animalta e.V.« mir an, die Tierarztkosten für ihn zu übernehmen. Ich war total überwältigt und dankbar,da ich ja nicht wußte ob sich jemand meldet und wenn doch, ob derjenige auch die Kosten trägt.

Den nächsten Tag überstand Snowy sehr gut. Nachdem er aber sehr oft aufs Katzenklo rannte und immer nur ein paar Tropfen kamen wurde noch ein Ultraschall gemacht. Er hatte einen kleinen Blasenriß und auch einen Blasenstein. Das muß aber noch ein paar Wochen beobachtet werden, bevor man da eine OP in Erwägung zieht.

Nun hieß es für Snowy, daß er die nächsten Wochen in einem Käfig verbringen sollte, da er nicht hoch- oder runterspringen darf. Und für mich hieß es, eine Pflegestelle zu finden … was nun wirklich nicht einfach ist. Nach einer guten Woche bot sich eine liebe Tierschutzfreundin an, Snowy für die »Käfig-Zeit« erstmal zu nehmen. Letzten Samstag war es dann soweit. Ich holte ihn aus der Klinik ab und brachte ihn auf seine Pflegestelle, wo er von den anderen Katzen freundlich und aufmerksam empfangen wurde.

Hier darf er nun erstmal zur Ruhe kommen und seine Beine ausheilen. In 4 Wochen sollte er nochmals geschallt werden um zu sehen, was aus dem Blasenstein geworden ist.

Snowy hatte das erste Mal Glück, als er gefunden wurde, dann bot sich »Animalta e.V.« an, seine Kosten zu übernehmen … und nun hat er zum dritten Mal Glück, weil er auf der Pflegestelle genesen und zu Kräften kommen darf.

Wenn Snowy komplett gesund ist sucht er ein schönes neues Zuhause.

An dieser Stelle möchte ich mich bei ALLEN Beteiligten bedanken die es möglich gemacht haben das Snowy die Chance hat auf ein wieder normales Leben.

Liebe Grüße Corinna Schweizer

 

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