Kreta 2017/2018 – Blickwinkel und Augenblicke.Neue Bilder Sep.18

Sollten Sie Ihren Traumhund noch nicht gefunden haben – schauen Sie sich diese wunderbaren Vierbeiner hier an. Wenn Sie sich in einen von ihnen verlieben melden Sie sich bei uns. Wir besorgen Ihnen die gewünschten Infos zum Tier und stellen den Kontakt zu unseren Freunden auf der Insel her. Vielleicht ist ja genau IHRE Lieblingsnase auf der Suche nach IHNEN!
 
Viel Spaß beim Stöbern!

Wer eine der Fellnasen sofort ins Herz schließt, darf sich für weitere Informationen jederzeit an glatt-kraft@web.de wenden. Wir leiten diese Infos an die richtige Stelle weiter. 

Ein paar Tage Sonne und Meer …

ausspannen und ein wenig zur Ruhe kommen…..

wenn wir nicht SIE überall angetroffen hätten. Die vielen Streuner auf der Sonneninsel Kreta!

Natürlich wussten wir bereits bei Abflug, dass mit dem Besuch unserer befreundeten Tierschützer auch Arbeit auf uns zukommen wird, Stress und Seelenschmerz beim Anblick der vielen ungewollten, teilweise verletzten und alten Tiere, die sich alleine durchs Leben schlagen. Die Erfahrungen vorort haben unsere Vorstellung bei weitem übertroffen und wir denken mit Respekt und Anerkennung an die Menschen, die ihr Möglichstes geben um gegen dieses Leid zu kämpfen.

Ein paar Stationen der Touren, die täglich geleistet werden müssen möchten wir hier kurz beschreiben.

Abfahrt in der Frühe am Morgen.

  1. Station: Futterstelle am Supermarkt. Beim Nahen des Autos erschienen aus dem Gestrüpp eine Hündin mit ihrem Nachwuchs, 2 Junghunden, die leider noch sehr ängstlich sind und sich trotz täglicher Fütterung nur so weit nähern, dass man sie bisher nicht zum Kastrieren einfangen konnte. Einer der beiden Geschwister hat eine verletzte Pfote, humpelt auf 3 Beinen, sollte unbedingt versorgt werden. Jeder Versuch nahe heranzukommen scheiterte. Es müssen wohl Hundefallen her um eine Lösung zu finden.

Gleich daneben, ein steiler Hang, der unten mit einer Erdhöhle endet. Mit Wasserkanistern und Welpenfutter beladen machten wir uns auf den Abstieg.  Dort hatte eine Mutterhündin ihren 10—köpfigen Wurf zur Welt gebracht, eines starb. Man jubelte ihr kurzerhand ein „Kuckuckskind“ unter. Ein Welpe, der alleine gefunden wurde und ungefähr im gleichen Alter ist. Auch er wird umsorgt und von der Ziehmutter angenommen. Sie ist übrigens eine ganz besonders schöne und liebevolle Mutterhündin.

Leider blieb neben dem Einsammeln des Mülls, dem Putzen des Geschirrs und dem Futter kaum irgendwo Zeit für Streicheleinheiten. Während des Fressens hieß es schnell zu Verschwinden um die kleinen Verfolger abzuschütteln. Wenn sie noch etwas älter sind werden sie den Hang alleine bewältigen der an einer Straße endet. Das bedeutet, sie können dort nicht mehr lange gefahrlos leben.

Das „Parkplatzrudel“ mit unserem Motorengeräusch tauchten sie aus allen Richtungen auf

Die nächste Station der Fütterungen grenzte an eine Hotelmauer, es folgte das

„Parkplatzrudel“, die „Hafentruppe“ und die „Stadtschar“. Mit diesen Namen konnten wir die verschiedenen Plätze besser auseinanderhalten. Neben den Hunden, die wie auf wundersame Weise beim Nahen des Autos aus dem Gestrüpp oder aus kleinen Nebenstraßen gelaufen kamen, sich an die Beine der Zweibeiner drückten und mehr als auf Futter – auf streichelnde Hände und ein paar liebe Worte zu warten schienen

erwarteten unzählige Katzen unsere Ankunft. Wer es nicht selbst gesehen hat kann es sich nicht vorstellen. Trotz der Kastrationsarbeit leben riesige Rudel überall dort wo sie sich verstecken können. Immer wieder werden die Unkastrierten eingefangen und kastriert, Schwerstarbeit wer diese Arbeit kennt weiß das.

Katzen – Katzen – Katzen…..   egal ob an der Hotelmauer oder an unzugänglichen Orten in der Stadt. Überall leben sie, warten auf Futter und Versorgung. Ohne Hilfe sind sie verloren!

Es macht so hilflos zu sehen welch ein Elend herrscht – und wieviel Menschen einfach wegsehen!

Eine weitere Aufgabe: Die Katzenfütterungsstationen, die nach langen Verhandlungen mit der Kommune aufgestellt wurden – müssen regelmäßig gesäubert und aufgefüllt werden. Dort versucht man u.a. Tiere für die Kastration zu fangen.

Reinigen und Auffüllen der Futterstationen

Die nächste Station „Tierheim“! Ein Platz der ursprünglich für die Aufnahme von Straßenhunden vorgesehen war. Leider ist auch dieser Platz zwischenzeitlich wieder in Gefahr, die Gemeinde fordert ihn zurück – ohne Alternativangebot: Wohin mit den derzeitigen Bewohnern? Wohin mit den Scheuen, Alten und Kranken, die sich auf der Straße nicht zurechtfinden werden?

Täglich werden die betonierten Flächen mit Wasser und Besen gereinigt. Mit dem geringen Wasserdruck und bei sengender Sonne ist dies eine schweißtreibende Arbeit. Die Hunde werden gefüttert und getränkt – fürs Streicheln bleibt wenig Zeit. Man gibt was möglich ist an Zuwendung – aber leider ist es immer zu wenig. Hier sind die Hunde was Unfälle betrifft sicherer als auf der Straße – aber selbst hier wurde mehrmals Gift über den Zaun geworfen, was vielen von ihnen das Leben kostete.

Versorgung der Hunde in den Zwingern der Auffangstation. Die Stadt möchte den Platz räumen, ein Alternativangebot gibt es nicht!

Harte Routine – Tag für Tag! Dazu kommen die vielen Überraschungen. Am Abend nach unserer ersten Tour bei einem Stop auf einem Parkplatz des Supermarktes hörten wir klägliches Jammern und als wir näher kamen entdeckten wir unter einer Palette inmitten eines Abfallberges ein Kätzchen: Winzig, abgemagert, struppig und mit einem gequetschten Hinterbeinchen. Mit viel Mühe konnten wir die Kleine, die vor Panik Zähnchen und Krallen einsetzte, aus ihrer schlimmen Lage retten. Wieder einmal ein Zugang bei Maria, die in ihrem Badezimmer zu dieser Zeit zwei solche Zwerge aufpäppelte.

„Geschafft“ sie darf Leben!

Wer das Leben achtet macht natürlich auch nicht Halt wenn man ihn um Hilfe für eine kleine Taube bittet die im Hafenbecken fast ertrunken wäre. Der nächste Passagier in dem klapprigen Auto war sie. Zum Glück durfte sie, nachdem sie ihre Flugkünste im Zuhause von Maria ausprobiert hatte, zu einem „Vogelfreund“ der sich um solche Fälle kümmert.

Lachen obwohl man mit der Situation überfordert ist. Wohin mit diesem „Federvieh“? Im Stich gelassen wird niemand!

Das Telefon steht niemals still. Man sucht Rat, bittet um Hilfe, meldet Notfälle! So wie die Meldung der 3 bezaubernden Welpen, die mit ihren 8 Wochen begannen das Gestrüpp auf Erkundungstouren zu verlassen und der Straße gefährlich nahe kamen. In diesem Fall gibt es nur die Option zu impfen und sie in die Auffangstation zu bringen – bevor man sie eines Tages tot auf der Straße findet. Die Kapazität bei Maria und Despina Zuhause ist ausgeschöpft. Kranke und verletzte Tiere finden hier Unterschlupf und auch diese Tiere müssen versorgt werden!

Zu gefährlich für diese Welpen weiterhin am Futterplatz an der Straße zu leben. Sie sind umgezogen „solange das Tierheim noch existiert“ – und warten jetzt dort auf ein neues Zuhause!

 NICHTS scheint zu viel, nie wird ein Tier abgewiesen, es ist schier unmöglich was unsere Freunde leisten. Der Tierarzt ist 75 km weit entfernt, auf einer Strecke durch die Berge, für die man etwa 2 Stunden braucht. Leider wurde dieser lange Weg schon manchem kranken Tier zum Verhängnis.

Kastrationen werden seit kurzem mit offizieller Erlaubnis durch die Tierärzte der Arche Noah durchgeführt. Diese Aktionen sind Knochenarbeit vom frühen Morgen bis späten Abend – denn auch hier sind nur wenige Helfer vorort wo so viele nötig wären. Es ist die große Hoffnung, dass das Elend durch diese Aktionen weniger werden wird.

Wieviel Kilometer täglich gefahren werden müssen, wieviel Kanister Wasser geschleppt, wieviel Futter angerührt und verteilt werden muss, das konnten wir miterleben. Wo man auf Dauer die Kraft dafür hernimmt – ist uns ein Rätsel. Die Touren in ihrem kleinen, alten Auto mit dem vollen Kofferraum werden uns für immer in Erinnerung bleiben! Es gibt zu wenig Helfer, keine finanzielle Hilfe von der Kommune, und nur wenig Hoffnung, dass sich etwas ändern wird.

Und trotzdem haben sie uns mit ihrem Lachen angesteckt, mit ihrer Freundlichkeit überwältigt und ihre Gastfreundschaft war einzigartig. Es waren deshalb trotz allem wunderbare Tage. Nichts in diesen Schilderungen ist Übertreibung – es ist der Alltag: Tag für Tag. Wir haben viele Eindrücke mitgenommen und die Hoffnung, dass wir vielen unserer vierbeinigen Freunde helfen können. Dazu haben wir sie fotografiert. Vielleicht sind auch Sie auf der Suche nach einem wunderbaren Begleiter.

Schauen Sie sich die Bilder an und wenn Ihr Blick auf Ihren Herzenshund trifft – dann wenden Sie sich an uns. Wir werden gemeinsam mit unseren Freunden auf Kreta Ihre und die Bedürfnisse des Tieres besprechen, etwas über das Wesen herausfinden und wer weiß, vielleicht landet ja einer dieser Traumhunde genau bei Ihnen.

27Sie können unsere Freunde auch unterstützen indem Sie beispielsweise eine Flugbox spendieren, eine Flugpatenschaft übernehmen oder als Pflegestelle ein Tier bei sich aufnehmen. Vielleicht haben Sie auch noch eine andere Idee der Hilfe! Wenden Sie sich gerne an uns!

4 Gedanken zu „Kreta 2017/2018 – Blickwinkel und Augenblicke.Neue Bilder Sep.18

  1. Hallo liebe Tierschützer, in welcher Stadt ist das? In Heraklion?
    Wir haben letzten Sonntag (16.09.2018) in Heraklion einen schwarzen Strassenhund (Rüde) mit weisser Brust und etwas weißen und weiß-grauen Pfötchen (meliert) stundenlang gesucht, den wir am 12.09.18 in Heraklion getroffen haben, etwas gefüttert und gestreichelt haben. Da war er bei der Strassenbaustelle beim Morosini Brunnen in der Nähe, in Hauseingängen.
    Er ähnelt dem einen Strassenhund in dem Fotobeitrag von 2017 sehr.
    Ich suche Tierschützer, die ihn kennen und die ihn füttern und entwurmen könnten, denn er hat Würmer. Gerne möchte ich diesem Hund helfen, so traurig wie er mich und meinen Mann angeschaut hat.
    Haben Sie zu Tierschützern in Heraklion Kontakt, die dort die Stassenhunde füttern? Vielen Dank und freundliche Grüße, Monika Ternes

  2. Wir haben vor drei Jahren Geld für den Transport von Badou gespendet und letztes Jahr einen jungen Hund adoptiert! Sally (vormals Sandra) zaubert uns jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht , egal wie anstrengend der Tag war! Wir wünschen vielen Hunden ein neues Zuhause, wo sie und Ihre Halter zusammen viel Freude erleben!

  3. Mein Gott sind die alle süß, Hunde wie Katzen. Hoffentlich finden viele ein Zuhause. Kann man nur hoffen

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