Kessy ein Hundeleben

Dein Leben fing schon miserabel an. In einem Land geboren wo ein Tier nichts wert ist Als Junghund nutzlos und ausgesetzt. So verbrachtest Du Jahr für Jahr in Deinem Gehege im Tierheim die heißen Tage und die kalten und nassen Winter Immer hoffnungsvoll jeden freundlich begrüßend, schwanzwedelnd anspringend – außer Dir vor Freude, daß dich jemand bemerkt und um dich kümmert – Dich streichelt. Du warst so ein toller Hund – keine Schönheit – aber die Sonne im Herzen immer gut gelaunt.

Bei jedem TH-Besuch von uns hast Du Dich so gefreut. Wir hätten Dich so gerne rausgeholt und in eine nette Familie vermittelt, aber Du warst krank – nix Großes – Leishmaniose. Mit Medikamenten – gar nicht teuer und guter Pflege eigentlich gut zu behandeln und du wärst richtig alt geworden. Aber die meisten Menschen wollen nur gesunde Tiere. Menschen wollen alle Rücksicht ihrer Umwelt wenn sie selbst krank sind aber eben keinen kranken Hund adoptieren.

So mußtest Du bleiben – vielleicht waren wir auch zu feige es zu probieren Es wird nichts Gutes geschehen – es sei denn DU tust es. Im Oktober sahst Du plötzlich ganz schlecht aus – Haut und Knochen – schwach und hast Dich dennoch so über uns gefreut. Immer wird uns das letzte Bild von Dir in unserem Kopf bleiben beim Abschied im TH wie Du uns nachschaust. – wir haben so gehofft – aber wir konnten in Deinen Augen lesen, daß es das letzte mal war wo wir uns sehen.

Du sagtest Güle, Güle ich kann nicht mehr und wir haben wieder einmal versagt……

Beim A-Team bleibst Du unvergessen!
Güle, Güle Askim Kessy

Sandra Keller

Ein Gedanke zu „Kessy ein Hundeleben

  1. Ich habe monatelang versucht, eine Hündin mit Leishmaniose zu vermitteln und ihr so eine Chance auf ein besseres Leben hier in Deutschland zu geben; leider vergeblich, es interessierte sich lediglich eine einzige Person für sie (eine Mail). Deshalb habe ich sie schließlich selbst zu bereits zwei vorhandenen Hunden in meinem Haushalt aufgenommen. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!
    Das Wesen der Hündin ist einfach nur toll; die Leishmaniose nur ein kleines „Problem“. Regelmäßige Bluttests zur Überwachung bzw. geeignete Medikamente müssen zwar sein, eine alte Wunde bricht immer wieder auf und muss dann versorgt werden; mit meiner Rassehündin bin ich allerdings öfter beim Tierarzt.
    Sofern die Leismaniose nicht ausgebrochen ist, kann solch ein Hund in einem ganz normalen Haushalt leben und ein schönes langes Hundeleben führen. Bitte überlegen Sie es sich also, ob ein „Leishe-Hund“ nicht wie alle anderen ein sorgenfreies Leben verdient hat!

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