Vermittelt :: Freddy

Idealbesetzung für einen vierbeinigen Hausgenossen! Freddy – auf den Fotos viel zu groß – ist mit seinen 55 cm und 15 kg ein handlicher Vierbeiner. Ein Draufgänger ist er nicht – aber die Neugierde überwindet alle Schüchternheit und so ist der kleine Kerl auch bald zur Stelle wenn es ums schmusen und kuscheln geht – denn da ist er am liebsten mittendrin. Andere Hunde sind seine Freunde – egal ob groß oder klein und wenn es einmal ruhig zugeht döst Freddy zufrieden auf seiner Decke und macht auch mal länger Siesta.

7 Gedanken zu „Vermittelt :: Freddy

  1. Freddy ist nun 1 Jahr und 5 Tage bei mir. Gestern traute er sich das erste mal zu mir auf das Sofa. Er ist ein richtig schwerer ängstlicher Fall. Aber das Vertrauen das er mir gestern entgegenbrachte entschädigt mich für 52 Wochen Geduld. Sicher sieht es heute schon wieder etwas anders aus aber in den nächsten 52 Wochen wird sein Vertrauen in mich sich sicher noch einmal steigern.

  2. 200 Meter oder 2000… was macht das für einen Unterschied? Wenn er nach 200m nicht auf mein Kommando reagiert hat, hört er mich sowieso nicht mehr und ist auf dem Weg nach sonst wohin.
    Ich habe den Ort nicht leichtfertig ausgewählt. Die Straße ist eine wenig befahrene Verbindungsstraße zwischen 2 kleinen Ortschaften. Es waren lauter abgeerntete Felder ringsum, so das er früh von einem Auto zu sehen gewesen wäre. Der nächste Radweg war ca. 300m entfernt und ich habe ihn extra an einem Sonntag ab geleint, und die Möglichkeit einer Traktorbegegnung zu reduzieren. Davon abgesehen habe ich meine Erfahrungen mit der Schleppleine gemacht und war von daher beruhigt. Aber die Angst bleibt immer, zumal ich erst im Sommer meinen Spezi Fredy verloren habe, der mir beim anleinen durch eine Tür entwich und direkt vor einen Transporter lief. Ihn hätte ich NIE an der Stelle abgeleint, da ich wusste das sein Temperament nicht zu zügeln ist.
    MfG Oliver Blaume
    P.S. Ich mache mir immer noch vorwürfe das mir mein Fredy damals entwischen konnte. Aber ich habe den Bereich inzwischen mit einem Zaun „entschärft“.

  3. Hallo Herr Blaume,

    da Sie hier immer so freimütig berichten, wird ein Kommentar hoffentlich ok sein…

    Eine Wiese 200 Meter von der Straße entfernt ist für Sie abgelegen??? Ich schwanke ehrlich gesagt zwischen Sprachlosigkeit und Entsetzen. So NAH an einer Straße würde ich nur dann einen Hund ableinen, bei dem ich zu 99,9% (hundert Prozent gibt es leider nie) sicher sein kann, dass er hört, wenn ich ihn abrufe. Aber doch nicht einen ängstlichen Hund, bei dem ich nicht weiß, wie er reagiert beim ersten(!!!) Ableinen… Sie schreiben ja selbst “habe das Schlimmste befürchtet”.

    Nicht falsch verstehen… das soll kein Angriff sein, sondern eher ein Gedankenanstoß.
    200m sind für einen alten Menschen oder jemandem mit Gipsbein sicher eine lange Strecke… ;-)… aber ein junger, gesunder Hund, der sich vor einem unerwarteten Geräusch erschreckt oder vor einem Fahrradfahrer der plötzlich auttaucht oder oder oder, der braucht für die 200m nur wenige Sekunden und dann das Glück, das hoffentlich gerade kein Auto kommt…

    Alles Gute Ihnen und Freddy,
    A.

  4. Freddys erster Alleingang…

    Zuvor muss ich sagen das wir einen herben Rückschlag erlitten haben. Streit gibt es in der besten Familie. Aber Freddy zeigte sich sehr sensibel auf meinen Streit mit meiner Freundin und verhielt sich daraufhin sehr zurückhaltend mir gegenüber. Fast noch schlimmer als am Anfang.
    Also alles noch mal auf Null und von vorne angefangen.
    Nach fast 4 Wochen intensiver Bemühung hat Freddy jetzt wieder etwas Vertrauen in mich, sogar noch etwas mehr. Es scheint auch bestimmte Auslöser zu geben die in Freddy unheimliche Angstzustände auslösen. Er entfernt sich mitten im Spiel/Übungen, setzt sich hin und zittert. Kommt aber dann doch auf mich zu, sucht meine Nähe und lässt sich gerne streicheln.
    Aber zurück zum Freigang, ich habe in letzter Zeit eine abgelegene Wiese gesucht und zum Glück auch gefunden auf der ich Freddy das 1. mal ohne Leine springen lassen wollte.
    Heute war es so weit. Den Leckerlibeutel bis oben gefüllt ging es los. Freddy todesmutig 200m von der nächsten Straße von der Leine los gemacht und das schlimmste befürchtet.
    Es war ein Traum! Er ging fast wie an der Schleppleine, meist 1-2 m hinter mir, manchmal blieb er beim schnüffeln bis zu 10-15m zurück, kam dann aber wieder und ging nie mehr wie 5m voraus.
    Als ich allerdings einen kleinen Hain dessen Boden dicht bewachsen war durchqueren wollte streikte Freddy und ging keinen Meter weiter. Auch gab es Geräusche von Vögeln die ihn in Angst versetzten. Also zurück und einen anderen Weg genommen. Nach ca. 30 min kamen wir wieder zum Auto, ich öffnete die Heckklappe und Freddy sprang grazil wie eine Gämse in den Kofferraum als wäre nichts gewesen. Vorbei meine Angst, das er wegrennen würden oder sich nicht mehr anleinen lassen. Ich werde das jetzt noch oft an abgelegenen Stellen mit ihm machen bis ich mit ihm auch an etwas mehr frequentierten Stellen losmache. Ist schwer bei uns was abgelegenes zu finden. St. Martin und Umgebung ist ein Mekka für Weintouristen. Übrigens… Auch wenn er freiwillig ins Auto hüpft hat er dennoch immer noch Angst vor dem Autofahren und zittert immer noch!

  5. Ich habe Freddys Geheimnis geknackt! Er ist kein Vegetarier, mit Keksen usw. kannst du ihn jagen. Mit sehr viel Geduld, etwas finanziellem Einsatz (ich habe so ziemlich alles an fleischhaltigen Leckerli in der Umgebung aufgekauft) habe ich seine Achillesferse gefunden! Salamisticks aus dem LIDL und Fleisch/Käse Twister aus dem HELA Baumarkt! Und vor allem mit sehr, sehr, sehr viel Geduld habe ich es geschafft. Juhu, zum Glück habe ich noch Urlaub und Freddy hängt mir inzwischen auf Schritt und Tritt an den Fersen. Wir machen auch schon die ersten Übungen. Sitz konnte er ja schon etwas Platz und Warte ist er gerade erfolgreich am lernen. Bei Berührungen muss man vorsichtig sein. Er „duckt“ sich gelegentlich immer noch etwas weg. Er scheint halt wie so viele Fellnasen keine guten Erfahrungen gemacht zu haben. Aber in ein paar Monaten wird sich das auch noch legen. Achja, er bellt wenn er ohne Herrchen/Frauchen ist. Aber durch kurze Phasen der Abwesenheit von uns gewöhnt er sich langsam daran.

    Fazit: Es gibt nichts Schöneres als mitzuerleben wie so ein Bodenschnüffler Tag für Tag mehr Vertrauen zu einem fasst. Er ist mein 2. „Problemhund“ aber ich wollte keinen anderen. Die Beziehung die man unter so viel Einsatz aufbaut ist etwas ganz besonderes und es erfordert einfach nur Geduld!

    P.S. Ich werde schauen das ich gelegentlich über die weiteren Fortschritte berichte.

  6. Freddy ist jetzt fast 2 Wochen bei uns. Elvira ist immer noch sein ein und alles. Allerdings fasst er von Tag zu Tag immer mehr Vertrauen zu mir und vergisst des Öfteren seine Scheu mir gegenüber und tollt auch mal (kurz) wild mit mir herum. In meinem Hobbyraum hat er auch schon einen Stammplatz wo er auch mal länger verweilt, für dort habe ich ein 2. Gemütliches Hundebett bestellt.

  7. >>döst Freddy zufrieden auf seiner Decke und macht auch mal länger Siesta.<< Stimmt! Er liegt gerade hinter mir und schaut sich Seine Augenlider von innen an. Er ist noch nicht mal 24h bei uns hat aber schon so gut wie alle Herzen erobert. Naja… noch ist er hier fremd und deswegen wohl auch ruhig und zurückhaltend. Meine Freundin Elvira scheint sich nach anfänglicher Skepsis doch schwer in Freddy verkuckt zu haben. Hmmm… ich glaube ich werde Eifersüchtig… ne nicht auf Freddy, auf ELVIRA!!!! 😉

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